RINGFOTO - Magazin 01/2015 - page 25

ImWesentlichen gibt es zwei Optionen:
JPEG oder RAW.
Das JPEG-Format wurde
für die digitale Fotografie geschaffen und
gilt heute als Universal-Standard. Im Ge-
gensatz dazu sind RAW-Dateien spezifisch
für einzelne Hersteller und Modelle. Spezi-
elle Bildbearbeitungsprogramme sind er-
forderlich, um sie zu öffnen, anzuzeigen
und zu bearbeiten. Der Vorteil von RAW-
Aufnahmen liegt darin, dass die Bilder alle
Informationen enthalten, die der Bildsensor
einfängt. Ein JPEG dagegen wird leicht kom-
primiert, einige Details gehen also verloren.
Sie können ein RAW-Bild mit Bearbeitungs-
software optimieren und zumVeröffentli-
chen ins JPEG-Format umwandeln.
Für die meisten Aufnahmesituationen ist
der automatische
Weißabgleich
(AWB)
durchaus geeignet. Es gibt aber Gelegen-
heiten, bei denen man sich nicht auf ihn
verlassen sollte. Wenn Sie imMischlicht
oder im dunklen Schatten fotografieren,
kann der automatischeWeißabgleich einen
Farbstich erzeugen. Wählen Sie für diese
Fälle eine der Voreinstellungen Ihrer Kame-
ra (etwa „Glühbirne“ oder „Wolken“), damit
Ihre Bilder so aussehen, wie das menschli-
che Auge sie sieht. Wenn der Weißabgleich
besonders wichtig ist (beispielsweise bei
Porträts), sollten Sie im RAW-Format foto-
grafieren, um Korrekturen später per Soft-
ware vornehmen zu können.
Der ISO-Wert bestimmt die Lichtempfind-
lichkeit Ihrer Kamera. Für rauschfreie Bilder
verwenden Sie am besten den niedrigsten
ISO-Wert.
Leider ist dies nicht immer mög-
lich. Bei schlechten Lichtverhältnissen brau-
chen Sie eine lange Verschlusszeit, durch
die das Bild verwackeln kann. Wenn Sie be-
reits mit der größten Blende fotografieren,
ist die Erhöhung der Empfindlichkeit der
einzigeWeg, eine kürzere Verschlusszeit zu
erreichen. Der Nachteil besteht darin, dass
mit der Erhöhung der ISO-Zahl das Bild-
rauschen zunimmt. Bis mindestens ISO 400
oder 800 liefern moderne Spiegelreflex-
und Systemkameras aber weitgehend
rauschfreie Ergebnisse.
Wenn Sie zum ersten Mal durch das
Individualfunktionen-Menü
Ihrer Kamera
scrollen, werden Sie angesichts der Menge
und der Komplexität der Einstellungsmög-
lichkeiten überwältigt sein. Lassen Sie sich
nicht entmutigen. Passen Sie die Konfigura-
tion an Ihre Bedürfnisse an, um schneller
und eleganter zu arbeiten als mit den Stan-
dardeinstellungen. Bei teuren Kameras
können Sie darüber hinaus die am häufigs-
ten verwendeten Funktionen bequem über
das Schnellzugriff-Menü aufrufen. Außer-
dem lassen sich den unterschiedlichen
Aufnahmesituationen (zum Beispiel „Land-
schaft“ oder „Sport“) verschiedene Indivi-
dualfunktionen zuweisen.
Kamera-Pflege
Beherzigen Sie diese sechs Tipps, und Ihre Kamera
wird stets einsatzbereit und sauber bleiben.
1. Umhängegurt nutzen
Moderne Kameras sind recht robust, aber vor
allem günstigere Modelle weisen nicht dieselbe
Schlachtschiff-Qualität wie professionelle Kameras
auf. Wenn ein Kunststoff-Kameragehäuse auf eine
harte Oberfläche fällt, zerbricht es oft und einige der
empfindlichen Innenteile brechen ab. Nutzen Sie
also unbedingt den Umhängegurt!
2. Kamera säubern
Entfernen Sie zuerst Staub und Fusseln mit einem
Objektivpinsel mit Blasebalg, und reiben Sie dann
alles mit einemMikrofasertuch ab. Säubern Sie Ihre
Kamera nach jedemTrip an die Küste mit einem
leicht feuchten Tuch, da die salzige Gischt sehr
aggressiv sein kann.
3. Objektiv reinigen
Seien Sie besonders vorsichtig beim Reinigen der
vorderen und hinteren Glaselemente des Objektivs.
Nutzen Sie erst einen Objektivpinsel mit Blasebalg,
um Partikel zu entfernen, die beim anschließenden
Abwischen mit einemTuch zum Zerkratzen führen
könnten. Eventuell lohnt sich auch die Anschaffung
eines Objektivreinigungsstifts.
4. Temperaturunterschiede
Starke Hitze kann der Kamera bleibende Schäden
zufügen, lassen Sie diese also nicht in der Sonne
liegen. Wenn Sie die Kamera von draußen in einen
warmen Raum bringen, können Sie Kondensation so
vermeiden: Versiegeln Sie die Kamera in einem Plas-
tikbeutel, bevor Sie sie ins Haus bringen. So bildet
sich die Kondensation nur außen am Beutel.
5. Objektiv wechseln
Schalten Sie die Kamera vor dem Objektivwechsel
aus, da so statische Ladung vom Sensor entfernt
wird, die Staub anziehen könnte. Schirmen Sie die
Kamera vor Wind undWetter ab, und haben Sie das
zweite Objektiv griffbereit. Halten Sie die Kamera so,
dass das Objektiv nach unten zeigt.
6. Sensor säubern
Zeigen sich in der Auf-
nahme störende dunkle
Flecken, müssen Sie den
Sensor reinigen (Funktion
„Bildsensor-Reinigung“).
Versuchen Sie, den Staub
mit einem Blasebalg weg-
zupusten. Alternativ kön-
nen Sie den Sensor profes-
sionell säubern lassen
oder ein Sensor-Reini-
gungs-Set kaufen.
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F O RMAT
WE I S S -
A B G L E I C H
I S O
I N D I V I D UA L -
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